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Mostrezepte

Rezept Rist nach Jäger Art
100 l süßer Most
200 g gerissene oder gepreßte Wacholderbeeren
4 l Holundersaft, roh gepreßt
2 kg Waldbienenhonig, angewärmt;

Alles zusammen vergären lassen. Ein hervorragendes Getränk, das nicht nur in der Farbe einem Rotwein gleichkommt, sondern auch im Geschmack.

Rezept Lindenhof
100 l süßer Most
2 l abgekochte Milch
5 Flaschen Sprudel mit Kohlensäure
1 kleines Päckchen Süßstoff (Saccharin).

Dies ergibt einen sehr milden und doch süffigen Most.

Rezept Gaiser
Am Ende der Mostsaison, bei kühler Witterung, das letzte Obst keltern, über Nacht ins Freie stellen zum Abkühlen und dann sacht ableeren, damit keine Trübstoffe mitgehen. Sektflaschen bis zum Überlaufen damit füllen, verkorken und ein bis zwei Tage kaltstellen.

Dann Flaschen auf den Kopf stellen, um zu prüfen, ob luftfrei gefüllt wurde (aufsteigende Blasen zeigen Lufteinschlüsse an; Flasche nochmals öffnen und nachfüllen). Ein Vierteljahr ruhig lagern. Vorsicht beim Öffnen!

Rezept Hornung
Besonders für Most aus Bratbirnen geeignet, da diese kaum Trübstoffe absetzen und der Most daraus im letzten Viertel der Gärzeit fast schon klar ist. 20 g Zucker trocken in jede Sektflasche geben sowie je nach Geschmack bis zu 10 ml Himbeersirup. Most einfüllen, Sektkorken fest eindrücken und mit Drahtklammer sichern. Liegend lagern, jede Woche 1/4 Drehung. Nach etwa 3 Monaten ist die Flaschengärung beendet.

Süßmost-Rezept
Wer den Most lieber süß trinkt, muß dafür sorgen, daß er süß bleibt. Dazu wird der frisch gekelterte Most mit Heizstab oder Tauchsieder bzw. im Wasserbad unter ständigem Umrühren auf 75 °C erhitzt. Im kleinen Fäßchen (30 oder 60 Liter) geht es nicht nur schneller, sondern der Süßmost hält sich auch länger.

Sauberkeit ist auch hier oberstes Gebot (das Reinigen des Auslaufhahns nicht vergessen)! Beim Süßmost ist die richtige "Füllung" des Gärspunds besonders wichtig. Stopfen Sie zunächst keimfreie, sterile Watte in die Innenkammer. Dann füllen Sie den Becherteil bis zur Ringmarke mit 98%iger Schwefelsäure, damit jede Gärung unterbunden wird. Aber Vorsicht: Schwefelsäure ist stark ätzend! Am besten arbeiten Sie mit Gummihandschuhen.

Kirschenwein
Die Kirschen werden mit den Kernen zerquetscht. Den Brei läßt man einige Tage stehen, preßt gut ab und gibt auf 1 Liter Saft 350 g Zucker. Auf 10 Liter Saft ist ein Zusatz von
2 - 3g Gärsalz zu empfehlen. Zum Kirschen-Dessertwein eignen sich nur Sauerkirschen.

Die Kellerbehandlung ist wie bei Apfelwein. Besonders gut wird er mit VINA-Reinzuchthefe, Rasse Bordeaux oder Malaga.

Hagebuttenwein
Man entfernt die Stiele und Blüte, zerschneidet oder zerquetscht die Hagebutten. Auf 1 kg Hagebutten gibt man ca. 1 kg Zucker, der in 2 - 3 Liter Wasser gelöst wurde, VINA-Reinzuchthefe, Rasse Malaga, und je 10 Liter 3 g Gärsalz. Nur teigige Beeren, am besten ausgefrorene, verwenden. Die ausgepreßte Maische läßt sich zu Marmelade verkochen.


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